Patientin, 30 Jahre

Diagnose Morbus Bechterew

-    Darf Ich Dich bei Deinem Vornamen nennen?
     Nein

-    Wie alt bist Du?
     30 Jahre

-    Was für einen Beruf hast Du?
     Projektmanagerin (sitzende Tätigkeit)

-    Wann fingen Deine Beschwerden an?
     mit ca. mit 14 Jahren – die Diagnose war mit 19 Jahren

-    Wie äußerten sich die Beschwerden?
     ich konnte kaum laufen – wahrscheinlich war es damals eine Entzündung in den ISG

-    Was hast Du getan, um die Beschwerden erträglicher zu machen?
     Grundsätzlich:
      - Medikamente, damit die Schmerzen erträglich wurden
      - Sport, bzw. bei starken Schmerzen leichte Lockerungsübungen um die Verkrampfungen zu lösen,
        gerade bei morgendlicher Steifigkeit

-    Wie lange hattest Du schon Beschwerden, bevor Du die NKT angefangen hast?
     10 Jahre

-    Hast Du die NKT abgeschlossen?
     Ja

-    Hast Du noch beschwerden? Was hat Dir die NKT gebracht?
     Beschwerden aufgrund von Entzündungen habe ich nicht mehr.
     Aber Muskelbeschwerden sind wie bei gesunden Menschen vorhanden aufgrund sitzender
     Tätigkeit und der annähernden Versteifung der ISG. Vor der NKT habe ich mich kaum bewegen
     können. Ich hatte einen Dauerschmerz und musste immer die Höchstdosis an Medikamenten
     nehmen. Heute brauche ich keine Medikamente mehr.

-    Wie waren Deine Erfahrungen mit der NKT?
     Ich hatte große Zweifel, dass dies etwas bringen würde und habe es eher meinen Eltern zuliebe
     ausprobiert. Meine Familie war mir während der Therapiezeit eine große Hilfe und hat mich bestärkt
     weiter zu machen und nicht aufzugeben. Manches mal war es sehr schwer, und der Druck, den man
     sich selbst macht, wirkt sich negativ auf den Erfolg aus. Das habe ich selbst erlebt. Die Therapie
     dauert halt so lange wie sie dauert – das muss man einfach beherzigen. Der Erfolg kam eher
     schleichend, so dass ich am Anfang erst gar keine richtige Verbesserung gespürt habe. Man gewöhnt
     sich sehr schnell daran, wenn man weniger Schmerzen hat und weniger Medikamente braucht. Wirklich
     überzeugt war ich von der Therapie erst als ich einen kleinen Rückfall hatte (war selber Schuld daran –
     heftiger Sturz auf den Rücken mit Kopfaufprall). In zwei Sitzungen war das aber schon wieder erledigt!
     Ich kam unter großen Schmerzen zur Therapie und ging ohne wieder nach Hause. Das kann kein Zufall
     sein! Seit diesem Rückfall vor zwei Jahren habe ich nichts mehr vom MB.

-   Wie sieht die innere Wahrnehmung bei Dir aus? Kannst Du sie beschreiben?
    Die innere Wahrnehmung ist die symbolische Darstellung des Menscheninneren. So wie beispiels-
    weise beim autogenen Training. Das habe ich auch schon mal gemacht - man kann es in Grund-
    zügen miteinander vergleichen. Man sieht die Knochen, einzelne Nervenbahnen, Zellen, usw. halt
    immer symbolisch, dass kann auch dann mal überhaupt nicht mit den Bildern, die in Fachbüchern
    sind, übereinstimmen.
    Ich habe sogar die Gehirnwindungen gesehen und auch gespürt. Du kannst diese Strukturen einmal
    visuell wahrnehmen, aber auch mit dem Tastsinn, welches eine große Rolle für die Therapie spielt.
    So unterschiedlich wie die Strukturen aussehen, so unterschiedlich sind auch deren Oberflächen.
    Auch Wärme und Kälte oder Trockenheit ist spürbar, eigentlich alles, was man als Mensch spüren
    kann.
    Für die Therapie wichtig ist ebenfalls, dass man sich in die Strukturen hineinversetzen kann.
    Am Anfang ist das sehr gewöhnungsbedürftig und klingt auch etwas sonderbar. Es ist wichtig sich
    darauf einzulassen und dann funktioniert es. Es funktioniert einfach, ohne dass man etwas macht.
    Ich war sehr überrascht, auch von den Gefühlen, welche man dabei empfindet. Diese können sehr
    stark werden, und gerade die negativen Gefühle, z.B. vom veränderten Zentrum sind nicht wirklich
    angenehm und müssen verarbeitet werden. Aber die Veränderungen der negativen Gefühle in
    positive während der Therapie ist einmalig. Das kleine, verstörte Wesen bzw. der  aggressive
    Machthaber wird ins Gegenteil verwandelt, und die Gefühle wandeln sich komplett, wie eine Meta-
    morphose. Dies kostet aber Kraft, Geduld und Zeit. Aber am Ende hat sich der Aufwand gelohnt.

-   Wie schwierig war es in die innere Wahrnehmung zu kommen?
    Die innere Wahrnehmung ist nicht schwierig zu erlernen. Es gibt eigentlich nur eine Regel.
    Man muss sofort sagen, was man sieht und fühlt, ohne eine logische Bewertung dessen was man
    sieht oder fühlt. Das ist am Anfang seltsam, da wir immer und überall Bewertungen anstellen.
    Bei der inneren Wahrnehmung ist es aber wichtig, dass der Kopf in dieser Hinsicht ausgeschaltet
    wird, d.h. nur die Wahrnehmung im eigentlichen Sinn muss aktiviert werden, und es muss gelernt
    werden alles andere auszuschalten. Nach 2-3 Sitzungen ist das aber kein Problem mehr.

-   Wie hast Du das primäre Zentrum erlebt? Kannst Du das beschreiben?
    Bei mir war das primäre Zentrum in der rechten Gehirnhälfte und ungefähr mittig am äußeren
    Rand. Es war eine schwarze Kugel mit riesigen Stacheln, die sehr scharf und spitz waren.
    Das Zentrum habe ich gefunden, da von diesem schon eine negative Stimmung ausging.
    So etwas hatte ich in meinem Leben noch nie erlebt. Es war sehr aggressiv und hat auch die
    anderen Zellen in der Umgebung in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem wir aber diese Zelle
    therapiert hatten - wieder in den Normalzustand zurückgeführt hatten, war die negative Stim-
    mung weg und auch das Aussehen hatte sich verändert - es sah danach genauso aus wie
    alle anderen.

-    Wie geht es Dir jetzt?
     Schmerzfrei und Medikamentenfrei. Mache jeden Sport, den ich will und brauche keine Rücksicht
     zu nehmen.

-    Wie lange liegt die NKT zurück?
     5 Jahre

-    Hast Du jetzt Hobbys, die Du vorher nicht ausüben konntest?
     Ich klettere, reite und gehe wieder Bergwandern/ Bergsteigen und Joggen kann ich auch wieder.

-    Hat sich Dein Alltag seit der NKT geändert?
     Ich habe seitdem wieder Lust am Leben und bin wesentlich belastbarer. Die ständige Müdigkeit wie
     natürlich auch die Schmerzen sind weg. Ich habe keine Bedenken mehr irgendetwas zu unternehmen
     oder in den Urlaub zu fahren.

-    Hattest Du auch noch andere Beschwerden, die sich durch die NKT gebessert haben?
     Ich bin im Allgemeinen offener geworden und habe ein positiveres Denken entwickelt, schon
     während der Therapie. Man könnte sagen, dass kommt von den Verbesserungen der Schmerzen,
     aber ich habe das selbst während der Therapie gemerkt, wo noch keine Verbesserungen eingetreten
     waren. Andere Beschwerden neben dem MB hatte ich sonst nicht.