Johannes, 20 Jahre

Diagnose Morbus Bechterew

-   Darf Ich Dich bei Deinem Vornamen nennen?
    Ich heiße Johannes

-   Wie alt bist Du?
    Ich bin zwanzig Jahre alt.

-   Was für einen Beruf hast Du?
    Ich bin Bürokaufmann und übe meinen Beruf vorwiegend im Sitzen aus.

-   Wann fingen Deine Beschwerden an?

    Mit zwölf Jahren

-   Wie äußerten sich die Beschwerden?
    Erst hatte ich Schmerzen in den Knien und dann in den Beinen und der Lendenwirbelsäule.
    Später kam ein Zucken in den Schultern dazu. Die Schmerzen in den Beinen wurden irgendwann
    so schlimm, dass ich nicht mehr laufen konnte und ich dazu noch einen Bandscheibenvorfall bekam.
    Die Diagnose des Morbus Bechterew habe ich erst mit 18 Jahren bekommen.

-   Was hast Du getan, um die Beschwerden erträglicher zu machen?
    Ich habe eine Reha gemacht, Krankengymnastik bekommen und bin außerdem noch Fahrrad gefahren.
    Folgende Medikamente habe ich in der Zeit genommen:
    Anfangs habe ich Diclofenac eingenommen, dann Piroxicam, und zum Schluss Arcoxia zusammen
    mit Humira. Im Abstand von zwei Wochen brauchte ich jeweils eine Humira Spritze.

-   Wie lange hattest Du schon Beschwerden, bevor Du die NKT angefangen hast?
    Mit sechzehn fingen die Schmerzen in der Lendenwirbelsäule und in den Beinen an nicht mehr
    aufzuhören und steigerten sich dann so weit, bis ich mich nicht mehr bewegen konnte. Vier Jahre
    lang hatte ich schon die Beschwerden, bis ich die NKT gemacht habe.

-   Hast Du die NKT abgeschlossen?
    Nein noch nicht ganz, ich bin noch in Behandlung bei Herrn Wüst

-   Hast Du noch beschwerden? Was hat Dir die NKT gebracht?
    Ich bin in der letzten Phase der Behandlung. Beschwerden habe ich nur noch zeitweise in den
    Knien und im Hals-Nackenbereich. Bei Belastung merke ich die Schmerzen noch ungefähr
    eine halbe Stunde. Wenn ich z.B. eine Sprudelkiste schleppe, dann treten die Schmerzen im
    Nacken- und Kniebereich auf.
    Mein Bewegungsumfang hat sich seit der NKT gebessert und die Müdigkeit ist verschwunden.
    Seitdem bin ich wieder belastbarer und aktiver geworden. Ich kann wieder ganz normal über
    längere Strecken laufen.

-   Wie waren Deine Erfahrungen mit der NKT?
    Am Anfang war es schon etwas merkwürdig und ich hatte so meine Zweifel, aber als die
    Besserung eintrat, habe ich gemerkt, dass es funktioniert. Es hat eine Weile gedauert, bis die
    Schmerzen nachließen, ich brauchte 15 Sitzungen, dann wurden die Schmerzen weniger und
    die Verhärtungen im Rücken verschwanden.
    Herr Wüst hat mir erst den Ablauf der NKT mit den drei Phasen erklärt und dann haben wir
    immer für zehn Minuten etwas ähnliches wie autogenes Training gemacht. Man liegt dabei in
    einem Wasserbett und Herr Wüst sitzt in einem Sessel daneben. Dann fängt man mit der
    NKT an, man kann sich das so wie ein Frage- Antwortspiel vorstellen. Es ist echt schwer zu
    erklären.

-   Wie geht es Dir jetzt?
    Im Moment geht es mir sehr gut und ich nehme keine Medikamente mehr. Ich fühle mich sehr
    schnell fit, die Morgensteifigkeit dauert nur noch 5-10 min. am Morgen.

-   Wie lange liegt die NKT zurück?
    Ich bin noch in Behandlung und schätze, dass ich noch mal zwei bis drei Tage bei Herrn Wüst
    brauche. An einem Tag mache ich immer zwei bis drei Sitzungen. Also brauche ich noch 6-7
    Sitzungen, bis alles komplett abgeschlossen ist. Ich will die Therapie unbedingt noch abschließen.

-   Hast Du jetzt Hobbys, die Du vorher nicht ausüben konntest?
    Ich bin relativ faul und muss mir erst mal ein Hobby suchen.

-   Hat sich Dein Alltag seit der NKT geändert?
    Ich bin viel belastungsfähiger geworden und kann dadurch abends auch länger ausgehen. Früher
    bekam ich immer gegen 24 Uhr bis 0:30 Uhr so starke Schmerzen, dass ich nach Hause musste.
    Jetzt kann ich auch mal auf der Couch schlafen und habe nur noch einen Tag Rückenschmerzen,
    anstatt eine Woche. Wenn es mir schlecht ging, habe ich mein Terraband benutzt, das brauche ich
    jetzt auch nicht mehr.